Keine unendliche... aber eine fast 155-jährige Geschichte

1847 Was hat ein Männergesangverein eigentlich mit Sport zu tun? Nichts, aber auch gar nichts? Sieht man mal davon ab, dass zwar beim Gesang die Stimmbänder sehr wohl trainiert werden müssen, so geht man in der Regel aber doch davon aus, dass Gesang in der Kategorie "Kultur" rangiert und somit keine Sportdisziplin ist. Nicht so beim TSGV Waldstetten. Dessen Vereinsgeschichte beginnt ... mit einem Gesangsverein, der sich 1847 den Namen "Cäcilia" gab und mit hohem und hehrem Festgesang das kulturelle Niveau des damals kleinen Dorfes Waldstetten so ziemlich auf die Spitze trieb. 72 Jahre nach der Gründung schließt sich die "Cäcilia" dem Turnverein als Abteilung an.

1872 wurde am 18. August der Turnverein Waldstetten gegründet. Wilhelm Schips fungierte als Vorstand, Karl Schurr als Turnwart. Man kaufte zwei Recks und zwei Barren und turnte im Freien, hinter dem sogenannten Hopfenhaus, in dem der zum Bierbrauen benötigte Hopfen getrocknet wurde. Das heute nicht mehr existente Gebäude lag hinter der jetzigen Flaschnerei Sonnentag. Karl Schurr , einer der Gründerväter des Turnvereins, wanderte um 1875/76 nach Amerika aus. Er besuchte 1914 seine Heimatgemeinde Waldstetten, spendete aus Amerika noch oft für seinen Turnverein, legte auch den finanziellen Grundstein für den Erwerb des Grundstücks, auf dem heute die "Alte Turnhalle" steht. Ein handgesticktes Fahnenband mit den amerikanischen "Stars and Stripes", das Karl Schurr dem TV Waldstetten 1902 zu dessen 30-jährigem Stiftungsfest sandte, befindet sich noch im Besitz des Vereins.

1913 findet in Waldstetten das Gauturnfest statt. Man braucht 700 Quartiere, um die vielen auswärtigen Turner aufzunehmen. Am Festzug beteiligten sich 2 400 Mann! Die Riege des Turnvereins Waldstetten erringt den 1. Preis.

1919 fusionieren der Gesangverein "Cäcilia" und der Turnverein zu einem Gesamtverein, dem Turn- und Gesangverein Waldstetten. Der erste Weltkrieg hat viele Opfer gefordert - allein beim Turnverein fielen fast 40 Mitglieder, so daß die Fusion der beiden Organisationen zu einem starken Hauptverein sinnvoll war.

1927 wird unter großen Mühen die Vereinsturnhalle fertig gestellt und am 29. Mai 1927 eingeweiht. Sie befindet sich heute noch - oft renoviert und durch Anbauten erweitert - im Vereinsbesitz. Der Saal mit Bühne fasst (außerhalb des Turnbetriebs) Gesellschaften bis zu 180 Personen. Die gemütliche Gaststätte "Alte Turnhalle" bietet außerdem eine große Sommerterrasse plus Biergarten und Kinderspielplatz.

1954 kauft der TSGV die 1933 erbaute Skihütte unterhalb des Stuifens von der Gemeinde. Die Hütte gehörte ursprünglich dem 1924 gegründeten Skiclub "Kaltes Feld". Nach 1954 wird die Hütte von der Wintersportabteilung des TSGV renoviert und befindet sich noch heute in Vereinsbesitz.

1972 feiert der TSGV sein 125-Jähriges Jubiläum. Integriert in den Verein sind damals rund 60 Sänger, mehrere Fußballmannschaften, natürlich die Turner und Leichtathleten, sowie die Skisportler. 1973 wird in Waldstetten der neue Sportplatz "Auf der Höhe" eingeweiht, auf dem auch heute noch die Fußballer dem runden Leder nachjagen oder die Absolventen des "Deutschen Sportabzeichens" ihre Trainingseinheiten und Prüfungen absolvieren.

1997 begeht der TSGV mit einer Reihe von Festivitäten sein 150- Jähriges Jubiläum. Die Gesangsabteilung ist seit Mitte der Achtziger Jahre aufgelöst. Fünf Abteilungen bilden das Rückgrat des Vereins: Turn- und Leichtathletik, Fußball, Skisport, Radsport und Tischtennis.

2001 zählt der TSGV mehr als 1 600 Mitglieder, darunter 600 Kinder und Jugendliche. Seine Aktiven betreiben Leistungs- und Freizeitsport in der "Alten Turnhalle", in der Stuifenhalle, in der Schwarzhornsporthalle und auf den gemeindeeigenen Sportplätzen

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